آنیبال کاواکو سیلوا سیاستمدار 71 ساله و رییس جمهوری کنونی پرتغال بار دیگر در انتخابات ریاست جمهوری پیروز شد.
وی یک اقتصاددان است که از سالها پیش درباره بدهی های خارجی و بحران اقتصادی پرتغال هشدار داده بود.
بر اساس نتایج رسمی، آقای کاواکو سیلوا توانست 52.9 درصد آرا را ازآن خود کند، در مقابل، رقیب اصلیش مانوئل آلگره، نامزد حزب سوسیالیست تنها 19.7 درصد آرا را کسب کرد.
آقای کاواکا سیلوا پس از پیروزی اش در انتخابات به مردم پرتغال وعده داد: “در این دوره با همکاری با تمام نهادهای ملی نقش فعالتری برای رسیدن به اهداف اساسی کشور ایفا خواهم کرد. در حال حاضر اولویت من، مبارزه با بیکاری، پرداخت بدهی های خارجی و تقویت رقابت در اقتصاد کشورمان است.”
روز یکشنبه انتخابات پرتغال در حالی به پایان رسید که بیش از نیمی از واجدین شرایط در آن شرکت نکردند. بسیاری از شهروندان نتیجه انتخابات بر زندگی روزمره شان را بدون تاثیر می دانند.
در حال حاضر پرتغال با بحران اقتصادی بیسابقه ای دست و پنجه نرم می کند که احتمال می رود این کشور را نیز به سرنوشت یونان و ایرلند دچار و ناگزیر به استقراض از نهادهای بین المللی کند.
Anibal Cavaco Silva: Zweite Amtszeit als Präsident in Portugal
Triumph für die Opposition im Krisenland Portugal, ein Denkzettel für Regierungschef Sócrates: Anibal Cavaco Silva wurde schon im ersten Wahlgang als Präsident wiedergewählt.
Lissabon - Schon wieder eine Niederlage für die regierenden Sozialisten um Ministerpräsident Socrates in Portugal: Nach vorläufigen amtlichen Ergebnissen sicherte sich Anibal Cavaco Silva bei der Präsidentenwahl mit rund 53,3 Prozent auf Anhieb die notwendige absolute Mehrheit aller abgegebenen Stimmen. Der 71-jährige war für die rechtsliberale oppositionelle Sozialdemokratische Partei PSD angetreten.
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Sócrates steht an der Spitze einer Minderheitsregierung, seit er bei der Parlamentswahl im Herbst 2009 die absolute Mehrheit verlor. "Wir können nicht zufrieden sein", gab Sócrates am Sonntagabend zu.
Wie die Wahlbehörde CNE nach Schließung der letzten Wahllokale in Lissabon weiter mitteilte, landete der Sozialist Manuel Alegre, 74, weit abgeschlagen auf Platz zwei. Der renommierte Schriftsteller erreichte nach Auszählung von mehr als 98 Prozent aller Stimmen auf nur 19,7 Prozent.
Im Mittelpunkt des Wahlkampfes hatte die akute Wirtschafts- und Finanzkrise in dem zehn Millionen Einwohner zählenden ärmsten Land Westeuropas gestanden. Entgegen seiner zurückhaltenden Art hatte Cavaco die Politik der sozialistischen Minderheitsregierung von Sócrates mit ungewöhnlich scharfen Worten kritisiert. Die Situation sei "explosiv", warnte er.
Cavaco Sist einer der besten und erfahrensten Ökonomen des Landes. Als "O Professor" von 1985 bis 1995 das ärmste Land Westeuropas regierte, erlebte Portugal eine wirtschaftliche Blütezeit. Cavaco habe "wie kaum ein Zweiter das Land nach dem Ende der Diktatur am 25. April (1974) geprägt", schrieb jüngst die Zeitung "I".
Es wird aber erwartet, dass Cavaco die Regierung bei ihrem Sparkurs unterstützt. Portugal versucht derzeit, seine Schuldenkrise ohne ein internationales Rettungspaket wie in Irland zu überstehen. Zwar hat der Präsident eine eher repräsentative Bedeutung. Er kann aber den Ministerpräsidenten entlassen und das Parlament auflösen.
als/Reuters/dpa
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Portugals Präsident Cavaco Silva
Foto: dpa
Madrid –
Der Wahlsieger zeigte sich ungewöhnlich kämpferisch. „Dies ist die Nacht des Sieges der Würde“, sagte Aníbal Cavaco Silva am Sonntagabend vor begeisterten Anhängern in Lissabon. „Die Ehre hat über die Niedertracht gesiegt, und die Qualität der Demokratie hat gewonnen.“ Das sind scharfe Töne für einen Präsidenten, der alle Portugiesen repräsentieren soll.
Mit 52,9 Prozent der Stimmen war der 71-Jährige für eine zweite fünfjährige Amtszeit gewählt worden. Seine fünf weiter links stehenden Gegenkandidaten hatten den konservativen Cavaco Silva während des Wahlkampfs immer wieder heftig als Vertreter der „neoliberalen Rechten“ angegriffen, die Portugal in seine jetzige Wirtschaftskrise geführt habe. Doch die Mehrheit der Portugiesen schätzt ihren alten und neuen Präsidenten als kompetent und ehrlich. Sie trafen ihre Wahl mutmaßlich weniger aus ideologischen als aus persönlichen Motiven: Sie trauen Cavaco Silva eher als seinen Gegenkandidaten zu, ein guter Repräsentant des Landes zu sein.
In einem Klima der Unsicherheit und Sorge angesichts gewaltiger wirtschaftlicher Probleme interessierten sich die Portugiesen weniger als sonst für die Präsidentenwahlen. Die Wahlbeteiligung erreichte den historischen Tiefstwert von 47,6 Prozent, wobei überraschend auftauchende Schwierigkeiten mit den Wählerlisten am Sonntag noch zusätzlich potenzielle Wähler davon abhielten, ihre Stimme abzugeben.
Der wiedergewählte Präsident versprach am Sonntagabend eine „loyale Zusammenarbeit“ mit der sozialistischen Minderheitsregierung von Ministerpräsident José Sócrates, die zurzeit mit verzweifelter Entschlossenheit versucht, die wirtschaftlichen Herausforderungen in Angriff zu nehmen und damit gleichzeitig die Außenwahrnehmung Portugals zu verbessern. Sowohl Sócrates als auch Cavaco Silva beharren seit Monaten darauf, dass Portugal nicht die Hilfe des EU-Rettungsschirms in Anspruch nehmen müsse. Falls die Sozialisten künftig im Parlament keine genügende Mehrheit für ihre Politik bekommen sollten, könnte Cavaco Silva Neuwahlen anordnen – eine Möglichkeit, mit der einige Beobachter für dieses Jahr rechnen.
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letzte Änderungen: 1.2.2012 1:56
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