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Iranische Todes-Fatwa gegen Rapper aus Köln


Seine islamkritischen Texte bringen den Kölner Rapper Najafi ins Visier radikaler Muslime. Während ihn Teherans Jugend als "iranischen Eminem" feiert, will ihn Großajatollah Safi-Golpajegani zum Verstummen bringen. Er hat seine Anhänger aufgerufen, Najafi "in die Hölle zu schicken" .
Von Reinhard Baumgarten, ARD-Hörfunkstudio Teheran
31 Jahre ist er alt, er wohnt und rappt in Köln. Vor sieben Jahren hat er sein Heimatland Iran verlassen. Shahin Najafi, ein politischer Rapper, ein Provokateur. In seinem neuen Song geht es um Nasenoperationen, Silikonbrüste, Unfreiheit, und – wie er meint: Aberglauben. Mit Verve macht sich Najafi in dem Song "Imam Naghi" über den zehnten der insgesamt zwölf Imame lustig, die von schiitischen Muslimen verehrt warden .
Damit ist er nach Meinung von Großajatollah Ali Safi-Golpayegani zu weit gegangen. Der 92-jährige Kleriker erklärte in einer Fatwa (islamisches Rechtsgutachten), derjenige, der den Imam derart beleidige, sei ein Glaubensabtrünniger. Die Nachrichtenagentur Fars berichtet, der Großajatollah habe das Lied über Imam Naghi als Gotteslästerung gedeutet und damit Najafi für todeswürdig erklärt. Mit diesem offenkundigen Todesdekret sind all jene Muslime aufgerufen, den Rapper zu ermorden, die sich an die geistliche Autorität des inzwischen 92-jährigen Großayatollahs gebunden fühlen .


http://www.tagesschau.de/ausland/irantodesfatwa102.html

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letzte Änderungen: 24.5.2016 9:09